Praxis: Routing

router3Um nun die theoretischen Überlegungen in die Praxis umzusetzen, ist es notwendig Linux auf den Routern (Rechner) zu installieren.

Dies erfolgt im Vorgriff zum Linux-Unterricht und daher werden die Vorgaben der Installationsroutine weitestgehend unverändert akzeptiert:

  • „Standard-Desktop-System“, die grafische Oberfläche (GUI) abwählen
  • Die Festplattenpartitionen und Mountpoints können so bleiben, wie sie sind.
  • Passwort für den Benutzer „root“ soll „root“ sein
  • der anzulegende Benutzer kann frei gewählt werden (wird hier nicht gebraucht)

Nach der Installation können sie sich als Benutzer „root“ anmelden (die Passworteingabe erfolgt aus Sicherheitsgründen ohne Ausgabe von Zeichen auf dem Bildschirm).

Die Konfiguration des Netzwerkes erfolgt mit dem Befehl

ifconfig

nach dem Beispiel:

ifconfig eth0 192.168.10.3/26

Das Interface kann mit

ifconfig eth0 up/down

entweder gestartet oder gestoppt werden. Eine Route (Verhältnismäßig wichtig für einen Router 😉 ) kann mit dem Befehl

route add

oder

route del

hinzugefügt, bzw. gelöscht werden.

Beispiele:

route add -net 192.168.0.0/24 gw 192.168.0.254

oder

route add default gw 192.168.0.254

Allerdings sind nach einem Systemstart sämtliche Einstellungen wieder neu einzugeben. Um das Netzwerk bzw. die Router testen zu können, findet das icmp-Protokoll Anwendung. Zu diesem gehört z. B, der Befehl ping oder traceroute. (traceroute wird unter Linux anders als unter Windows geschrieben).

ACHTUNG:

Die Windows Firewall verhindert oftmals den ping bzw. das icmp-echo-reply. Es ist anzuraten, die Windows Firewall vorübergehend gänzlich zu deaktivieren.

 To Do:

  • Router konfigurieren
  • Switch konfigurieren
  • Bankreihen anschließen und vernetzen

So könnte der Router von Bankreihe 3 aussehen:

router3

Abschließend wird das Routing aktiviert mit diese Befehlszeile eingeben:

echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward

Das Ergebnis sollte eine „1“ sein. Ist das Ergebnis „0“ wurde der Befehl evtl. falsch eingetippt.

Download Übersicht als PDF: Routing_Aufgabe

Zusammengefaßt die Befehle zur Konfiguration des Routers 3:

root
root
ifconfig eth1 172.20.15.190/26
ifconfig eth2 172.16.0.12/28
route add -net 172.20.15.0/26 gw 172.16.0.10
route add -net 172.20.15.64/26 gw 172.16.0.11
route add -net 172.20.15.192/26 gw 172.16.0.13
route add default gw 172.16.0.14
echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
netstat -r

Zum Überprüfen, ob der Befehl Echo richtig funktioniert:

cat /proc/sys/net/ipv4/ip_forward

Man sollte diese Befehlskette in einem Skript spreichern und automatisch nach dem booten ausführen lassen. Empfehlenswert ist der Editor nano oder auch vi bzw. vim.

z.B.: routing table Bankreihe3

Ganz toll wird es, wenn man es in die interfaces Datei schreibt, dann werden die Einstellung beim boot geladen:

interfaces

interfaces

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