Online Bewerbung – Kommunikation

Online Bewerbung bzw. Email-Bewerbung

Die anzuhängen Dateien sollten folgendermaßen aufgeteilt und benannt werden:

  • VornameNachname_Anschreiben.pdf
  • VornameNachname_Lebenslauf.pdf
  • VornameNachname_Zeugnisse.pdf
  • VornameNachname_Zertifikate.pdf

Die PDFs sollten vorab sowohl farbig als auch s/w ausgedruckt werden, um zu überprüfen, wie der Ausdruck aussieht. Auch zu empfehlen ist, dass der gefaltete Brief in einem Sichtfenster-Umschlag DIN A6 lang das Adressfeld zeigt.

Die Dateien sollten immer das aktuelle Erstellungsdatum tragen.

Der Body in der Email muss dann nur noch folgenden Text enthalten:

Sehr geehrte/r Frau/Herr Ansprechpartner,

in der Anlage erhalten Sie meine Bewerbung für ein Praktikum.

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname

Bewerbungsgespräch

Kommunikation findet vereinfacht gesagt so statt:

spielfigur1 spielfigur3
verschlüsselt und sendet empfängt und entschlüsselt

Beide Partner sind gleichberechtigt beteiligt.

Die Kommunikation findet hauptsächlich nonverbal statt durch Gesten und Mimiken. Der gesprochene Anteil ist im Vergleich dazu gering.

Es gibt in der Kommunikation also zwei Ebenen:

Sachebene
Gefühlsebene

Telefoninterview

  • eigene Unterlagen vorliegen haben
  • keine Störquellen wie Musik, offenes Fenster, etc.
  • Infos über Firma vorab einholen
  • keinen Zeitdruck haben
  • Fragen vorbereiten
  • Schreibzeug haben
  • Gehaltsvorstellung parat haben
  • etwas zu trinken bereitstellen
  • evtl. Gespräch üben
  • Headset verwenden beim Gespräch
  • aufrecht sitzende oder besser stehend telefonieren
  • beim Gespräch lächeln
  • vor dem Gespräch Pfefferminz-Bonbon lutschen für die Stimme
  • entspannt und konzentriert sein
  • Kleidung am besten so, wie man zur Arbeit gehen würde

Bewerbungsgespräch

Der übliche Aufbau des Gespräch sieht so aus:

  • Begrüßung
  • Kennenlernphase
  • „Eisbrecher-Fragen“
  • Gespräch
    Inhalt + Info
  • Verhandlungsphase
  • Verabschiedung

 

Hier noch die vollständigeren Notizen von

http://blog.simon-duerr.de/2014/03/bewerbung-06-online-bewerbung-bewerbungsgespraech-19-03-2014/

 

Bei Online-Bewerbungen in die Email nur kurzen Text, dass man seine Bewerbung schickt und das eigentliche Anschreiben als PDF mitschicken.

Am besten für Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse und Zertifikate je eine eigene PDF-Datei erstellen.

Benennen im Format „VornameNachname_Anschreiben.pdf“ etc.
Also z.B. SimonDürr_Lebenslauf.pdf, SimonDürr_Zeugnisse.pdf und so weiter.

Wenn man nicht so viele Zertifikate hat, tut man sie in eine eigene PDF-Datei.

Keine Word-Dateien, keine Bilder, etc., sondern unbedingt PDF-Dateien mitschicken!

Bei PDF-Dateien steht drin, wer der Autor ist und wann die Datei erstellt wurde! Also unbedingt vorher in Word ändern, bzw. Zeugnisse erneut einscannen und z.B. als Bild in Word einfügen und immer kurz vor dem Abschicken der Bewerbung neu als PDF exportieren.

Von den Zeugnissen nur die relevanten mitschicken. Wenn man über 40 Jahre alt ist, braucht man das Zeugnis vom Schulabschuss (Abitur etc.) nicht mehr mitschicken.

 

Für Bewerbungsgespräche gilt folgendes:

Kommunikation:

Sender verschlüsselt und sendet dann.
Empfänger empfängt und entschlüsselt dann.

Beide sind für die erfolgreiche Kommunikation zuständig. Sender muss laut genug und deutlich sprechen, Empfänger muss empfangsbereit sein und ggf. Fragen stellen.

Wir kommunizieren:

  • verbal
    • über Worte
  • nonverbal
    • über Gesten
    • über Mimik

Wir kommunizieren hautsächlich nonverbal und auf zwei verschiedenen Ebenen:

  • Sachebene
  • Gefühlsebene (hauptsächlich)

Am besten erzeugt man für beide Seiten eine Win-Win-Situation, so dass man auch nach dem Gespräch oder nach der Zusammenarbeit noch miteinander reden kann.

 

Telefoninterview:

Vorbereitung ist das A und O:

  • alle Unterlagen griffbereit haben und nochmal durchlesen
  • Handy aufladen
  • vorab über die Firma informieren
  • vorher auf Toilette gehen
  • kein Zeitdruck, keine Termine
  • Störquellen wie Telefone, Türklingel, Radio, Fernseher etc. ausschalten
  • kein Kaugummi während des Interviews kauen, aber vorher wirkt es entspannend
  • während dem Interview nicht rauchen, Bonbon lutschen oder essen, aber vorher ein Pfefferminzbonbon lutschen ist gut für die Stimme (Eukalyptus oder Gletscher Eis geht auch, aber nichts süßes, verklebt die Stimme)
  • Glas Wasser bereit halten (ohne Sprudel)
  • Zettel und Stift parat haben
  • Fragen vorbereiten
  • Gehaltsvorstellungen klar machen und Größe des Verhandlungsspielraums
  • Raum klimatisieren und vorher lüften, danach Fenster zu
  • vorher üben, am besten mit Vertrauensperson Telefongespräch üben und Feedback einholen
  • wenn es geht mit Kopfhörer (und Headset) telefonieren
  • Trick: sich selbst vorher im Spiegel anlächeln
  • vorher ausruhen (Lieblingslied hören)
  • konzentriert / entspannt sein
  • vorher baden oder duschen
  • sich so kleiden, als würde man in die Arbeit gehen. Man fühlt sich allein schon anders, wenn man Straßnschuhe anhat!

Gespräch üben:

Ein Gespräch hat immer einen gewissen Aufbau:

  • Begrüßung, Kennenlernphase
    • manche moderne Chefs geben niemandem mehr die Hand, wegen Ansteckungsgefahr. Wenn auf der Toilette ein Kästchen mit Desinfektionsmittel hängt, wäre das ein Hinweis darauf
    • Chef gibt immer zuerst die Hand!
    • Gruß erwiedern: Wenn er „Grüß Gott“ sagt, antwortet man mit „Grüß Gott“, wenn er „Guten Tag“ sagt, sagt man das auch.
    • Wenn man den Namen des Chefs verstanden hat oder schon kennt, kann man auch seinen Namen wiederholen („Grüß Gott, Frau Seidl!“)
    • Der Daumen des Bewerbers sollte beim Handschlag nicht oben liegen, wenn man das unter Kontrolle hat. Auch kein zu fester Händedruck, oder zu aufdringlich, aber auch nicht zu lasch. Am besten vorher üben!
    • Wenn man schon sitzt und jemand kommt rein, steht man zur Begrüßung auch auf
    • Wenn man keinen Platz angeboten bekommt, schaut man den Chef fragend an und deutet an, dass man sich setzt, oder man fragt einfach kurz „Ich darf doch?“ oder „Darf ich mich setzen?“
    • Beine kann man übereinanderschlagen, vor allem kleine Personen. Wenn man die Hände entspannt in den Schoß legt und einen offenen Blick aufsetzt, wirkt das auch nicht abweisend
    • Jacke am besten vorher ausziehen und über den Arm hängen. Denn wenn man nicht dazu aufgefordert wird, sie auszuziehen, lässt man sie während des ganzen Gesprächs an!
    • Unterlagen nicht sofort auf den Tisch legen, auch die Hände haben dort nichts zu suchen, vor allem wenn es der Schreibtisch des Chefs ist. Das ist sein Revier!
    • Bevor die Eisbrecherphase durch ist, legt man nichts auf den Tisch! Das ist nicht dein Tisch! :)
    • Spieltrieb kontrollieren, nicht mit Stiften und allem Möglichen rumspielen
    • Immer versuchen, dem Gegenüber vorurteils- und wertfrei zu begegnen.
    • Auf keinen Fall iPad mitnehmen, das Getippe nervt und schaut aus als wolle man sich ablenken.
  • Eisbrecherphase
    • z.B. „Wie haben Sie denn hergefunden?“ ist eine offene Frage, kleiner Small Talk, sollte mit mehr als einem Wort beantwortet werden, z.B. „Danke sehr gut, es ist ja alles gut ausgeschildert“.
      Und man ist grundsätzlich immer gut hergekommen! Wenn die Antwort kommt: „Aber wir haben hier doch so viele Umleitungen!“, dann sagt man halt, dass man sich vorab schon im Internet / über Google Maps informiert hat.
    • Wenn er sagt „Aber bei uns ist es doch immer sehr schwer mit Parkplätzen!“, will er sehen, ob du Probleme lösen kannst, bzw. sie im Vorfeld erkennen kannst. Man könnte also sagen, dass man sich über die Verkehrssituation schon vorab informiert hat und gleich die öffentlichen Verkehrsmittel genommen hat
    • Alle Eisbrecherfragen haben einen Sinn, verfolgen ein Ziel.
    • z.B. „Tut mir leid, dass Sie so lange warten mussten!“
      → „Kein Problem, ich habe in der Zeit Ihre Broschüre gelesen.“
      → „Kein Problem, ich habe mir Zeit genommen.“
    • z.B. „Heute ist so ein schöner Tag, fast zu schön um zu arbeiten.“
      → „Ach, bei Ihnen ist es ja schön klimatisiert.“
      Eigentlich gibt’s aber keine richtige Antwort drauf.
  • „Gespräch“ = Inhalt + Infos
    • Man will herausfinden, ob der Bewerber der richtige für diesen Job ist.
      Meist bekommt man irgendwas über die Firme erzählt, was man auch im Internet findet. Das muss man sich einfach anhören. Spätere Fragen steigen in der Wichtigkeit. Prekäre Fragen kommen eher am Ende dieser Phase.
    • Familiäre Verhältnisse werden abgeklopft, z.B. ob man mit jemandem zusammen lebt, ob man noch Kinder erwartet. Man könnte z.B. antworten „Da ist vorläufig nichts geplant“, oder „Das steht nicht in meinem Fünfjahresplan“. Sollte möglichst wahrheitsgetreu beantwortet werden. Man will z.B. Reisebereitschaft und Flexibilität des Bewerbers testen.
    • Ganz beliebt ist die Frage nach den eigenen Stärken und Schwächen, z.B. „Nennen Sie mir mal je drei Ihrer größten Stärken und Schwächen!“
      Man sollte sich natürlich vorher schon drüber klar sein, was man antworten kann! Die Leute wollen keine wirklichen Schwächen hören, sondern Schwächen, die dem Betrieb nutzen!

      • z.B. Stärken:
        • Ich bilde mich gerne weiter / Ich nehme neues Wissen als Geschenk auf
        • Ich kann mich selbst gut motivieren
        • Ich probiere gerne eigene Lösungen aus
        • Ich helfe meinen Kollegen bei ihren Problemlösungen
        • Ich bin sehr kreativ
      • z.B. Schwächen
        • Ich bin manchmal sehr ungeduldig mt mir selbst, weil ich mich selbst unter einen sehr hohen Erfolgsdruck stelle
        • Ich langweile mich schnell, ich brauche irgendwas, das mir den Arbeitsalltag spannend macht, für Routinearbeiten bin ich ungeeignet
        • Ich bin perfektionistisch, das wird mir manchmal zur Schwäche, wenn ich über die Arbeit lieber nochmal drüber lese vor der Abgabe und dann kann es sein, dass ich mehr Zeit brauche
        • Jeder hat innere Antreiber, diese Begriffe kennt jeder Personaler. Z.B. wenn man den Antreiber „sei perfekt“ in sich hat und andererseits den Antreiber „beeil dich!“, kann man das als Schwäche verkaufen, ist aber eigentlich ein Vorteil für den Betrieb, den der Personaler erkennt, und denkt, dass man innerhalb von kurzer Zeit gute Arbeit abliefert.

         

      • „Wie sehen Sie sich denn in 5 Jahren in unserer Firma?“
        • Die einzig sinnvolle Antwort ist: „Darüber habe ich mir schon Gedanken gemacht. Zuerst freue ich mich auf die Aufgaben die jetzt vor mir liegen, in fünf Jahren möchte ich gerne in die Projektleitung gehen und in zehn Jahren sehe ich mich in einer Führungposition mit Personalverantwortung.“
          Bei Rückfragen, warum ausgerechnet Personalverantwortung, kann man z.B. sagen, dass man festgestellt hat, dass man ein guter Teamplayer ist, aber auch Führungsqualitäten habe. In diese Richtung möchte man sich gerne weiterentwickeln.
      • „Wir haben ja viele Bewerber auf diese Stelle, warum sollten wir ausgerechnet Sie nehmen.“
        • „Ich kenne ja die anderen Bewerber nicht, daher kann ich mich nicht vergleichen. Aber in Gedanken sehe ich mich schon hier in dieser Abteilung arbeiten. Und wenn ich Sie wäre, würde ich mich nehmen. Aber wie gesagt, ich kenne die anderen Bewerber nicht, im Endeffekt ist das Ihre Entscheidung.“
        • Auf keinen Fall sagen, man sei besser als die anderen, oder die anderen wären schlechter. Man redet NIEMALS schlecht über andere, egal ob man sie kennt oder nicht! (Auch nicht über frühere chefs oder Mitarbeiter!)
  • Verhandlungsphase
    • Wenn nicht über das Gehalt gesprochen wird, gibt es meist ein zweites Gespräch.
  • Verabschiedung
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